News vom 21.09.2016   |   News
ÖPNV und Baustellen
Zur Zeit machen einige Baustellen den Nutzern des ÖPNV das Leben schwer. Deshalb einige Anmerkungen zum Thema Baustellen:
Grundsätzlich müssen Straßen, Abwasserkanäle etc. irgendwann erneuert werden, dies führt automatisch zu Behinderungen des Verkehrs und zu Beeinträchtigungen jedes Verkehrsteilnehmers, egal ob PKW oder ÖPNV. Beim ÖPNV wirken sich Baustellen z.B. wegen der Anschlüsse extremer aus als beim PKW.
ZNAS und Unternehmen versuchen selbstverständlich, die Beeinträchtigungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten.
Zunächst wird versucht, eine örtliche Umfahrung der Vollsperrung zu finden, die es ohne größere Zeitverluste ermöglicht, die Sperrung zu umfahren. Dies ist der Idealfall. Hier wird dann schon mal über einen Feldweg oder einen Radweg gefahren, wenn alle Beteiligen mitziehen. Sollte dies nicht möglich sein, wird versucht, die Vollsperrung auf Ferienzeiten zu legen, um die Beeinträchtigungen zu minimieren, insbesondere für den Schülertransport.
Ist auch dies nicht möglich wird’s schon schwierig eine für alle passende Lösung zu finden.
Gibt es keine örtliche Umfahrungsstrecken oder kann in einem Ort nicht (mehr) gewendet werden (ein Wenden durch Rückwärtsfahren ohne Einweiser ist wegen der Unfallgefahr nicht erlaubt) kann es passieren, dass dieser Ort für die Dauer der Vollsperrung überhaupt nicht mehr bedient werden kann. Für die Schülerbeförderung tritt dann die ureigenste Verantwortung des Schulaufwandsträgers (also Kommune oder Landkreis, sofern nicht ohnehin die Eltern in der Verantwortung stehen).wieder in Kraft.
Es gibt aber auch Fälle, in denen in einem Ort zwar gewendet werden kann, der durch die Vollsperrung erforderliche Umweg aber so viel Zeit kostet, dass nicht nur sämtliche Anschlüsse am Zielort nicht mehr eingehalten werden können – und das für alle Fahrgäste auf der gesamten Linienlänge. Dies würde auch bedeuten, dass der mit 10 Minuten Verspätung am Zielort ankommende Bus seine nächste Fahrt erst mit 10 Minuten Verspätung antreten kann – und somit auch alle Fahrgäste auf dieser Linie – mit deutlicher Verspätung ankommen, ohne die evtl. erforderlichen Anschlüsse. Die Ursachen nicht kennend sind diese dann zu Recht verärgert über den ÖPNV.
In solchen Fällen versuchen ZNAS und Unternehmer einen Notfahrplan für diese Orte einzurichten, der zwar eine Grundanbindung für diese von der Sperrung betroffenen Orte morgens, mittags und abends ermöglicht, aber für die Masse der anderen Fahrgäste die Anschlüsse am Zielort sichert– um so den Kreis der Betroffenen möglichst gering zu halten.

Eine Lösung ohne Betroffenheiten gibt es in solchen Fällen nicht – so zum Beispiel der aktuelle Fall Wolfsbach. Ohne den Notfahrplan für Wolfsbach (das ja nicht komplett abgehängt worden ist!) würde keine einzige Fahrt auf der Vilstal-Linie 54 mehr pünktlich in Amberg sein können und kein Fahrgast zwischen Schmidmühlen und Amberg mehr seine Anschlüsse erreichen – und nachdem die Busse ja in Umläufen fahren würde dies auch eine Vielzahl von anderen Linien betreffen, die durch Busse bedient werden, die auf der Vilstal-Linie eingesetzt werden.

Wir bitten daher alle Fahrgäste um Verständnis für diese Beeinträchtigungen. Die Baustellen und Vollsperrungen werden von Dritten verursacht, ZNAS und Unternehmer können lediglich reagieren und die Beeinträchtigungen und die Zahl der Betroffenen nur so gering wie möglich halten. Eine „Null Beeinträchtigungs-Lösung“ bei Vollsperrungen gibt es nur sehr, sehr selten und nur, wenn eine örtliche Umfahrung der Sperrung ohne große Zeitverzögerung vorhanden ist – auch dies können wir nicht beeinflussen.

Ihr Zweckverband Nahverkehr Amberg-Sulzbach


 
Copyright © 2008-2017 Landkreis Amberg-Sulzbach - Landratsamt Amberg-Sulzbach   |   Impressum   |   Startseite